58. Tibetischen Frauenaufstandstag
Jedes Jahr am 12. März gedenken wir an unsere gefallenen Schwestern, Mütter und Töchter, welche sich am 12. März 1959 auf dem Potala Palast gegen die chinesische Regierung auflehnten. Sie alle wurden kurze Zeit später festgenommen, gefoltert und anschliessend getötet.
Auch heute noch ist die freie Meinungsäusserung in Tibet untersagt. So werden in China und Tibet Schriftsteller, Intellektuelle, Journalisten, Blogger, Menschenrechtsverteidiger und Bürgerrechtler verfolgt, überwacht und sogar eingesperrt, weil sie ihr Recht auf Meinungsfreiheit ausüben.
Man kann auf verschiedene Arten und Weisen, seine Meinung äussern. Eine davon ist die Musik. Aber auch Sängerinnen und Sänger in Tibet, die in ihren Liedern die Tibet-Frage behandeln, werden hart bestraft. Inspiriert von dieser Idee wollten wir dieses Jahr mit einem Friedenskonzert an den Tibetischen Frauenaufstand in Lhasa gedenken.
Das Konzert fand am Bürkliplatz in Zürich statt und wurde von der Mönchsgemeinschaft des Tibetinstitut in Rikon mit einer Gebetszeremonie und einer Gedenkminute eröffnet. Es folgten Ansprachen von Rednern der verschiedenen Tibetorganisationen wie auch vom Repräsentanten des Tibetoffice Kungo Ngudup Dorjee-La.
Um den Nachmittagshunger zu stillen, verteilten die Mitglieder der TFOS selbstgebackenen Kuchen, dazu gab es frischen Tee und Kaffee.
Der musikalische Teil wurde eröffnet von Rina Hera und ihrem Gitarristen. Didi folgte daraufhin mit zwei Darbietungen aus dem Rap Genre. Die Chinesin Jamie Wong Li trug einen Song von Lauryn Hill vor. Anschliessend folgten die tibetischen Artisten Serlha Tawo, Topten Nelung, Loten Namling und Sonam Tashi.
Rundum den Bürkliplatz haben wir Flyers verteilt und die Passanten auf die Tibet-Situation aufmerksam gemacht. Zahlreiche Besucher wohnten unserem Friedenskonzert bei und auch die Sonne schien den ganzen Nachmittag. Wir bedanken und bei allen Besuchern, den Gastrednern und vorallem allen Musikern.